Luftboote | Kajaks und Kanus:
Luftboote haben grosse Vor- und aber auch Nachteile. Sie sind überaus leicht, kompakt und schnell aufgebaut. Je nach Qualitätsklasse auch deutlich günstiger als Boote aus hartem Kunststoff. Sie benötigen keinen festen Liegeplatz, erlauben eine hohe Zuladung und sind sehr kippsicher (Ein- und Ausstieg im Wasser möglich).
Jedoch sind sie sehr windanfällig, haben einen nur befriedigenden Geradeauslauf und sind deutlich langsamer. Auch bieten sie meist recht wenig Stauraum, so dass grössere Gepäckfahrten nicht oder nur bedingt möglich sind. In der Unteren Preisklasse sind die Modelle auch relativ empfindlich gegen Grundberührung und starke Sonneneinstrahlung (guter Schutz bieten die Nylon-Gewebehüllen).

Kanus:
Kanus sind in der Regel etwas breiter und höher als Kajaks, dadurch etwas langsamer aber auch kipppsicherer. Sie werden meist mit Stechpaddel gefahren, können aber bei den meisten Modellen auch problemlos mit Doppelpaddel gepaddelt werden. Kanus sind eher der gemütlichere Typ für langsame Erkundungsfahrten auf Flüssen und Seen, und bieten dabei etwas mehr Platz als die Kanus. Jedoch ist der Unterschied zwischen Kajak und Kanu bei Luftbooten meist nicht so gross.

Kajaks:
Sie sind stromlinienförmiger und flacher, somit auch weniger windanfällig. Dadurch ergibt sich eine höhere Geschwindigkeit und Langesteckentauglichkeit. Bei einigen Modellen haben Sie zusätzlich die Möglichkeit eine Spritzdecke zu verwenden, was das Boot universeller macht, da Sie nicht auf Sommerliche Temperaturen angewiesen sind. Je nach Preisklasse und Aussenmaterial ist das Befahren von Wildwasser bis Klasse III möglich.

Sit On Top:
Eines der ältesten Wasserfahrzeuge, das bekannt ist, ist ein flaches Boot, das weder ein Kanu noch ein Kajak ist. Dieses wurde von polynesischen Einwohnern vor ca. 1000 Jahren benutzt, um sich von Insel zu Insel fortzubewegen, konfrontiert mit Stürmen und hoher See.
Man sieht es immer häufiger in Touristenregionen in Form von harten Kunststoff Modelle welche zum Verleih angeboten werden, da sie einfach zu Handhaben sind, keine Erfahrung voraussetzten und jede Menge Spass machen, egal ob auf einem See, in einem Fluss oder am Meer an der Küste. Sehr genial ist auch das Brandungsfahren und "Wellenreiten", da die Modelle sich dabei ähnlich wie ein Surfbrett verhalten, ohne dass harte Kanten im Sturzfall zum Verhängnis werden. Der Hauptnachteil bei diesen Modellen ist, dass ein Fahren im Trockenen eigentlich kaum möglich ist. Wellen und Paddeltropfen landen direkt auf der Sitzfläche.

Haltbarkeit und Materialien:
Die Robustheit des Bootes hängt hauptsächlich vom Material ab. In der Einsteigerklasse ist die Aussenhaut aus dehnbarem Polyester, welches mit steigendem Preis auch dicker und strapazierfähiger wird. Spitze Steine oder herausragende Äste können aber noch zum Verhängnis werden. Ab einer gewissen Preisklasse hat die Haut eine Stärke erreicht, so dass der Betriebsdruck entsprechend höher liegt, und dadurch das ganze Boot steifer und robuster wird. Optimalen Schutz bietet die sich seit geraumer Zeit durchsetzenden Nylon-Gewebeaussenhaut, welcher in verschiedenster Weise angeboten wird (beim Fishhunter als Zubehör mit 3/4 Bezug, KRC 79 Ranger Kajak 3/4 bezogen, Fish Master und Yachttender als kompletten Schutz für die Aussenkammern, Stearns und KCC Modelle von Sevylor für Sitze und Aussenkammern mit Reissverschluss getrennt). Dies erlaubt den Betriebsdruck noch einmal zu erhöhen, womit die Kajaks und Kanus von der Steifigkeit sehr an die harten Kajaks erinnern. Der Geradeauslauf und die zu erreichende Geschwindigkeit verbessern sich. Ebenso ist ein Schutz vor UV-Strahlung und Sonneneinwirkung gegeben, so dass sich die Luftkammer nicht wie bei den billigen Booten aufbläht. Ein Langzeit Paddelspass ist so garantiert.